[ Reflektion ] Der Quellcode zu meiner Seele
Montag, 20. Februar 2012 | Labels: Mensch, Psychologie, Rückblick, Zukunft | |
Verwandlung zum Bösewicht im vollem Gange.
Hilfsbereitschaft: 25%; Mitleid: 32%; Verständnis: 0%; Ego: 80%
Hilfsbereitschaft: 25%; Mitleid: 32%; Verständnis: 0%; Ego: 80%
Ich bin nicht müde zu betonen, wie sehr
das Äußere einen täuschen kann. Bin mir sicher, dass jeder sich mal
irgendwann im Leben fragt, wo er sich in Zukunft sieht oder wie sehr
sich verändert hat, wenn er zurückblickt. Persönlichkeitsentwicklung. Manchmal wenn ich alte Freunde
und Bekannten treffe, merke ich noch, dass sie noch das alte Bild von
meiner Person vor ihrem Auge haben. In solchen Momenten fühle ich mich
hilflos, weil ich unweigerlich das Gefühl kriege, als würde ich sie
anlügen über das was ich wirklich geworden bin. Einigen habe ich es
erklärt, aber sie meinen, dass sie es sich nicht vorstellen können. Doch die Zeit ist der beste Augenzeuge.
Wenn ich nachdenke wie sehr ich mich seit dem Schuljahr 2006/2007 verändert habe, komme ich auf ungefähr 3-4 Phasen. Bis zu diesem Jahr war ich sehr schüchtern, still, fleißig und zurückhaltend. Diese bilden neben der Verträumtheit und Kindlichkeit so ziemlich mein Grundcharakter. Doch ich lernte Seiten und Emotionsfacetten an mir kennen, bei der ich mir nie vorstellen konnte, dass ich dazu fähig bin.
2007-2009: Nachdem ich tatsächlich getraut habe meinen schwarzen Gürtel und Karate den Rücken zu kehren, wollte ich mich verändern. Ich möchte weiblicher und eleganter sein. Was ich auch schaffte. Ich wirkte sehr erwachsen, zog mich nie lässig an und ich liebe es schlicht zu sein. Außerdem wurde ich selbstbewusst, unabhängig und offener. In der Schule blühte ich in Gruppenarbeiten und Referaten auf, bekam gute Noten und war sehr zufrieden mit mir gewesen. Nur weigerte ich mich vehement wegen einigen Vorfällen eine Beziehung einzugehen. Ich war zurfrieden, ich sehnte mich auch nicht nach Liebe. Ich wollte nur gute Leistungen in der Schule erbringen, meine Ziele erreichen, schöne Zeit mit meinen Freundinnen verbringen und das Beste aus mir selber machen.
2009-2010: Die emotionalen Ausfälle und der Anfang einer Scheiterungskette begannen im Winter 2009. Ich tickte oft aus, habe einiges schulisch (die Abiprüfungen) vermasselt, weil ich mit meiner Beziehung nicht zurecht kam. Das war auch das erste Mal wo ich sehr krank wurde und bis jetzt nicht mehr richtig fit werde. Ich komme privat und leistungsmäßig aus der Bahn bezüglich meiner Lernfähigkeit und habe bis jetzt Schwierigkeiten im Studium durchzustarten. Langsam merke ich wie verbittert ich manchmal bin, wurde sehr kritisch gegenüber meiner Familie und Freunden. Zeige nur noch wenig Verständnis für Fehler oder Macken. Wahrscheinlich um mich von den meinen eigenen Fehlern abzulenken. Trägheit und Faulheit macht sich breit. Körperlich und Seelisch.
2011-2012: Zwar war 2011 ein Jahr wo auch weiterhin privat Stress gab (Großmutters Tod, beide Eltern krank, finanzielle Probleme) habe ich mich emotional wieder stabilisiert, mein Kopf wurde wieder klarer. Ich beschäftigte mich wieder mit dem was mich glücklich macht. Farben, Basteln, Kunst, Geschichten und Träume. Doch mein Studiumszustand verbesserte sich nicht, denn ich habe immer noch Lernprobleme. Muss mich tatsächlich fragen, was ich wirklich will von meiner Zukunft. Einen Plan B falls ich diesen 3.Semester aus der Uni rausgeschmissen werde.
Leider kann ich manchmal immer noch sehr verbittert, kalt und fies/böse. Zwar sehe ich eine kleine Verbesserung in meinem Charakter, aber ich stehe gerade an einer Straßenverzweigung in meinem Leben.Entweder erbaue ich wieder mein Selbstbewusstsein, Zufriedenheit und Leistungsstärke wie im Jahre 2007 oder ich zerstöre mich weiter indem ich mich erlähmen lasse von meiner Angst und Versagensgedanken.
Komme auf die dunklen Seite der Macht. Wir haben Cookies.
Ich möchte mein Leben wieder in die Hand nehmen und den Einfluss von schlechten Dingen, die passieren, nicht mehr zulassen. Denn eigentlich sind schlechte Zeiten dazu gedacht, dass man aus sicher selber hinauswächst, stärker und reifer wird. Es gibt natürlich auch Menschen die es nicht schaffen und daran verenden.
So jetzt habt ihr einen dunklen Teil des Quellcodes zu meiner Seele, eure Hani








Faszinierend wie ehrlich du bist! Ich les dich so gerne...
Ich bin auch gerade dabei mein Leben in die Hand zu nehmen, umzukrempeln und vorallem es wieder zu leben.
Am liebsten würde ich dafür umziehen, weil ich mir einbilde das macht es leichter... aber eigentlich wärs ja nur ein Weglaufen.
Also dann - ran an die Arbeit!!!
Hallo liebe Hani! Dass du dich verändert hast ist völlig normal! Wenn man mich mit meinem ICH vor 7 Jahren vergleichen würde, könnte man keine Ähnlichkeit mehr erkennen! Durch die Erfahrungen die du in deinem Leben machst, änderst du auch ein Stück deiner Persönlichkeit! Positiv, aber evtl. auch negativ! All die gescheiterten Freundschaften oder Beziehungen in meinem Leben haben mich zu einer sehr verschlossenen und misstrauischen Person gemacht! Vor 7 Jahren war ich noch total naiv und sah nur das Gute in Menschen! Jetzt bin ich auch ziemlich vorsichtig, und ja, manchmal sogar egoistisch! Ich hab früher so viel gegeben, und es kam oft nur Undankbarkeit zurück. Deswegen bin ich heute eher auf MICH fixiert und gebe nur, wenn ich das Gefühl habe, jmd. verdient es wirklich. Auch schon nur um mich zu schützen! Ich finde es schwer diese Barriere zu durchbrechen, aber je mehr Erfolge ich in meinem Leben habe, desto eher fällt es mir einfach alles Negative zu aktzeptieren! Kopf hoch, süsse Hani! :) Du musst nur wieder zu dir selbst finden! Den der Zustand von Trauer oder dieses Schwarze, Negative in dir, ist nicht dein natürlicher Zustand! Natürlicher Zustand ist nur, wenn du glücklich bist! :-) Hihi...Roman verfasst grad! Xb
Huhu!
Bin in den letzten Tagen häufig auf deinen Blog gestoßen und wollte nun auch mal was beitragen.
Was alte Bekannte angeht: es stimmt schon, manche bemerken eine Veränderung gar nicht und die wenigsten wissen, wie es in uns wirklich aussieht. Aber dass diese Leute nicht erkennen, dass du dich veränderst und man nicht einfach bleibt, wer man ist, ist nicht deine Schuld. Ich habe Sprüche wie „Ehrlich? Das kann ich mir gar nicht vorstellen“, von anderen schon sooo oft gehört. Inzwischen denke ich einfach: „Okay, ist nicht mein Problem, sondern deines. Wundere dich aber nicht, wenn ich mal nicht so reagiere, wie du es dir vorstellst.“
Mir ging es ähnlich wie dir. Die letzten 7 Jahre waren für ich eine emotionale Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen. Aber man lernt daraus. Außerdem: dein Charakter bildet sich ja nicht einzig aus Gefühlen wie Kälte und Verbitterung. Wichtig ist, wie man damit umgeht. Man kann sich nicht von heute auf morgen komplett ändern, sondern muss sich täglich aufraffen. Das ist sicherlich anstrengend. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man manchmal auch drei Schritte zurück macht, bevor man einen vorwärts kommt. Aber es geht voran und (wie ich neulich schon einer Bekannten vor mir sagte) auch kleine Schritte sind Schritte in die richtige Richtung. Du sagst ja selbst, dass du schon kleine Veränderungen siehst. Bleib einfach dran, das hat mir auch geholfen. Lou hat es schon angesprochen: einfach mal wieder Dinge für sich selbst tun. Ich vergesse das auch viel zu oft und muss mich ständig daran erinnern. ^^“
Liebe Grüße und ich drück dir die Daumen, dass du bald wieder ein bisschen zufriedener bist,
Iwa
Ich denke, dass es normal ist, wenn man sich mit dem Alter verändert. Ich konnte an mir selber auch mehrere Veränderungen feststellen - positive, als auch negative.
Früher war ich auch ein kleines, naives und zurückhaltendes Mädchen. Teilweise bin ich das bis heute noch, aber ich bin doch etwas selbstbewusster geworden und gar nicht mehr so feig wie früher. Es gab bei mir auch sehr viel Stress in den letzten Jahren, auch insbesondere im letzten Semester. Dennoch gehts mir wieder besser, weil: wie du auch gesagt hast, wann wächst aus sich selber hinaus.
Vielleicht ist das Studium einfach nicht das Richtige für dich? Mein 1. Semester (nicht Bioinformatik, sondern Medieninformatik) war halt echt hart für mich, weshalb ich abgebrochen habe. Jetzt werde ich mit Biologie anfangen und ehrlich gesagt habe ich sehr viel Angst davor, dass ich das wieder vermasseln werde.
Aber vielleicht ist es einfach nur eine Phase bei dir :) Du schaffst das schon!!
Achja, heute und morgen ist nur Mappenabgabe, in den darauf folgenden Tagen ist dann die Prüfung. Es wird dann morgen Abend bekannt gegeben, wer bei der Prüfung überhaupt mitmachen kann ^^
im leben wechseln sich eben gute und schlechte phasen ab. es kann nicht immer alles gut für einen laufen. aber das gute an den schlechten phasen ist, dass sie auch wieder vorbei gehen. und auch wenn du dich ein klein wenig als bösewicht darstellst, finde ich, dass du ja nicht ohne grund so geworden bist. wenn solche wichtigen dinge für einen selbst eben falsch laufen, kriegt man davon nun mal schlechte laune. da kann man nichts machen. aber du hast ja erkannt was falsch läuft und auch wenn du gerade noch keine lösung für deine probleme gefunden hast, wird es mit sicherheit auch wieder bergauf für dich gehen! nur nicht aufgeben und durchhalten!!!
ich kenne auch nur ganz wenige kreative männer. früher waren es ein paar mehr, aber die haben sich in alle himmeslrichtungen zerstört und von denen mit denen ich aktuell kontakt habe fällt mir gerade mal einer ein, der mit solchen ideen punkten kann. ;)
so lange du nicht mehr total angeödet davon bist, ist doch alles im butter. dann kannst du deinem ffreund auch mal einen solchen gefallen tun, ohne dass es für dich ein großes opfer wäre. ;)
ach, ich weiß immer gar nicht wie die leute das hinkriegen, dass plätzchen und kuchen etc. so aussehen wie aus einem kochbuch..
mh, ich möchte dir erst einmal für dein Kommentar danken und deine Leserschaft :)
Nun, ich war immer n ziemlich technisches Mädchen, weswegen mein Dad selten mir etwas erklären musste. Ich hab lieber 1000 Knöpfe ausprobiert bevor ich ihn gerufen habe xD
Nun zu deinem Post: wirklich interessant und tief einblickend in dein Wesen. Ich denke jeder von uns entwickelt sich weiter mit der Zeit. Egal ob man jung oder alt ist. Es ist nie zu spät um sich selbst zu entdecken und über sich selbst hinauszuwachsen. Doch im Leben, so ist meine Ansicht, muss man gewisse Ziele vor Augen haben und sich gewisse Weisheiten aneignen und immer wieder wach rufen. Ich habe lange überlegt, wie ich dir das schreibe und bin mir jetzt in diesem Moment immer noch unsicher. Aber: lebst du auch wirklich? Ich meine damit, schöpfst du dein Leben - deine Fähigkeiten, Träume, Wünsche auch vollkommen aus? Oder folgst du nur gewissen Normen und Regeln. Ich meine, wenn dein Studium dir so schwer fällt, ist es dann vllt der falsche Studiengang? Oder liegt es letzten Endes doch eher deinem mentalen Zustand zu Grunde? Ich kann nur von mir sprechen, dass, wenn ich Niederlagen und schlechten Phasen entgegen geblickt habe, habe ich mich dennoch nach einer gewissen Zeit aufgerappelt. Auch gezwungen, wenn es sein musste. Warum? Weil das Leben zu kurz ist, um es damit zu verschwenden sich ewig in Selbstmitleid und negativen Sachen zu wälzen. Weil ich nicht bereit bin meine (Lebens)Ziele aufzugeben, weil ich mich grad scheiße fühle/in ner scheiß Phase befinde. Weil ich nicht aufgeben will. Weil ich leben will. Weil ich es liebe, zu leben. Mit all den Höhen und Tiefen. Denn ich lebe. Und bin dankbar für alles was ich habe und mir gegeben wird. Es gibt zig Menschen denen es beschissener geht. Es gibt zig Menschen die kurz vorm sterben sind. Es gibt zig Menschen die bereits gestorben sind. Darunter auch welche die mir oder eben dir nahe standen. Ich lebe ein bisschen für sie, doch hauptsächlich für mich selbst. Ich mach das für mich. Ruf dir das in den Kopf, Hani. Du hast schließlich auch aus reiner Überzeugungskraft und Willen damals geschafft "weiblicher" zu werden. Du packst das. Love, Thuy
Deine Worte berühren mich sehr. Ich kann gerade sehr gut nachvollziehen, wie es Dir geht, weil meine besten Freundin Ähnliches durchmacht.
Keiner kann Dir vorschreiben, was Du tun sollst. Ich bin mir sicher, dass Du Deinen Weg findest. Ich drücke Dir die Daumen! Alles Gute.